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Stadtwerke AG
26.06.2026
Daseinsvorsorge steht im Fokus Jahresüberschuss der Mainzer Stadtwerke AG stieg im vergangenen Jahr auf rund 18,3 Millionen Euro
Um die Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin zuverlässig erfüllen zu können, hat die Mainzer Stadtwerke AG ihre Unternehmensstrategie bereits vor einiger Zeit auf die sich wechselnden Rahmenbedingungen angepasst - der Blick ist konsequent auf die Kernaufgaben gerichtet. Dieser Weg wurde 2025 erfolgreich fortgesetzt: Im vergangenen Jahr erzielte die Mainzer Stadtwerke AG trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen Jahresüberschuss von rund 18,3 Millionen Euro. Der MSW-Aufsichtsrat zeigte sich in seiner heutigen Sitzung erfreut über die guten Geschäftszahlen. Anschließend stellten die MSW-Vorstände Daniel Gahr und Kerstin Stumpf sowie die Aufsichtsratsvorsitzende Sylvia Köbler-Gross den Medien die wichtigsten Eckdaten des Geschäftsberichts 2025 vor. Dieser steht unter dem Motto „Unser Fokus“.
Im Jahresergebnis der Mainzer Stadtwerke AG von rund 18,3 Millionen Euro nach Zahlung von Steuern und Abgaben sind der Ausgleich des Nahverkehrsverlustes der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) von 33 Millionen Euro, die Zahlung der Konzessionsabgabe an die Stadt Mainz sowie Ausschüttungen an die Stadt Mainz und die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (ZBM) bereits berücksichtigt. „Wir haben damit das gute Ergebnis aus dem Vorjahr noch einmal übertreffen können“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Daniel Gahr die Geschäftszahlen. Die Eigenkapitalquote der Stadtwerke beläuft sich auf 41,9 Prozent - in der Versorgungs- und Energiebranche ein sehr guter Wert. „Eine solide Finanzausstattung ist für die Mainzer Stadtwerke aber auch notwendig, um die immensen Zukunftsaufgaben angehen zu können“, erklärte Sylvia Köbler-Gross. „Um die zuverlässige Versorgung mit Energie, Trinkwasser, Wärme, Mobilität, technischer Infrastruktur und technischen Dienstleistungen weiterhin zuverlässig zu gewährleisten, werden wir gezielt dort investieren, wo wir dauerhaft Nutzen stiften: in die Stabilität der Versorgungsnetze und -anlagen, in eine bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung sowie in einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr“, verdeutlichte Vorständin Kerstin Stumpf.
Parallel dazu werden fortlaufend intern Strukturen, Prozesse und Projekte kritisch geprüft, um effizienter zu werden und Kosten nachhaltig zu senken. Hierbei hilft mittlerweile auch ein verantwortungsvoller Einsatz künstlicher Intelligenz. Daniel Gahr: „Gerade in unruhigen Zeiten bleibt unser Anspruch unverändert: Wir wollen ein vertrauenswürdiger Partner für Bürgerinnen und Bürger, für die Stadtverwaltung und für unsere Mitarbeitenden sein. Transparenz, Zuverlässigkeit und soziale Verantwortung sind dafür unverzichtbar.“
Nachfolgend die Entwicklungen in ausgewählten Geschäftsfeldern der Mainzer Stadtwerke im Jahr 2025.
Mobilität
Die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) steht mit 979 Beschäftigten für eine kundenorientierte, bezahlbare und umweltfreundliche Mobilität in Mainz. 2025 beförderte die MVG rund 56 Millionen Fahrgäste. 2024 waren es 56,8 Millionen. Der leichte Rückgang ist zurückzuführen auf außergewöhnlich umfangreiche Bauarbeiten und den damit einhergehenden Schienenersatzverkehr. Es wird erwartet, dass die Fahrgastzahlen nach Abschluss der Bauarbeiten überproportional steigen – deutlich über das Niveau von 2024 hinaus.
Die MVG betreibt aktuell 41 Straßenbahnen und mehr als 150 Busse. Von diesen Bussen haben 24 einen Elektroantrieb, sechs fahren mit Wasserstoff. Darüber hinaus betreibt die MVG das Fahrradvermietsystem meinRad mit mehr als 180 Stationen in Mainz, Amöneburg, Kastel, Kostheim, Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim und Budenheim. Zu den 1.600 Rädern im Bestand gehören ab Sommer 2026 rund 330 Pedelecs und mehr als 25 E-Lastenräder. Das Fahrradsystem verzeichnete 2025 rund 325.000 Fahrten – ein Plus von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Meilensteine 2025
• Bestellung 22 neuer Straßenbahnen des Herstellers Skoda mit Lieferung in den Jahren 2028 bis 2030.
• Bestellung 42 neuer Dieselbusse des Herstellers Daimler mit Lieferung in den Jahren 2027 und 2028.
Ausblick: Die dauerhafte Finanzierung des ÖPNV bleibt die größte Herausforderung. Dazu braucht es eine langfristige Lösung auf kommunaler Ebene, mit Unterstützung von Land und Bund. Der Bau der Straßenbahntrasse durch die Binger Straße soll im August 2026 abgeschlossen werden, die Planungen für den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes werden weiter vorangetrieben. Ab Ende 2026 erfolgt die Lieferung 23 neuer Batteriebusse als Ersatz für bisherige Fahrzeuge.
Netze
Die Mainzer Netze GmbH betreibt die Strom-, Gas- und Trinkwassernetze in Mainz sowie im westlichen Rhein-Main-Gebiet und drei Wasserwerke in Hof Schönau, Eich und auf der Petersaue. Zu den Aufgaben der 597 Beschäftigten zählen: Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Versorgungsleitungen und -anlagen für Strom, Gas und Trinkwasser, der Straßenbeleuchtungs-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur sowie der Infrastruktur des Industriehafens und der Hafenbahn Mainz. Das Stromnetzgebiet erstreckt sich von Ingelheim über Mainz bis nach Biebesheim am Rhein im Landkreis Groß-Gerau. Rund 550.000 Bürgerinnen und Bürger werden in diesem Gebiet mit Elektrizität versorgt. Etwa 272.000 Menschen beziehen Trinkwasser aus den Wasserwerken. Das Gasnetz erstreckt sich über acht Kommunen – von Wackernheim über Mainz bis Nauheim – mit etwa 39.800 Anschlüssen. Die Mainzer Netze GmbH betreibt rund 26.500 Lichtpunkte in der Landeshauptstadt Mainz und Amöneburg, Kastel und Kostheim (AKK).
Meilensteine 2025:
• Im Kontext des Stromnetzausbaus ging der Auftrag für den Anschluss eines weiteren Rechenzentrums mit einer Leistung von 40 MW ein.
• Die Spitzenleistung der Wassergewinnung und -aufbereitung im Wasserwerk Eich wurde durch weitere Investitionen auf 1.400 Kubikmeter in der Stunde gesteigert.
• Die Mainzer Netze GmbH erhielt einen Förderbescheid des Landes zur Umsetzung eines Wasserstoffleitungsprojektes.
• Im Zuge der Automatisierung wurde eine neue Online-Planauskunft eingeführt.
Ausblick: Die regulatorischen und gesetzlichen Änderungen und die damit verbundenen Anforderungen für Netzbetreiber nehmen zu. Gleichzeitig sind Investitionen in Millionenhöhe erforderlich, um die Infrastruktur für Energie- und Wasserversorgung weiter auszubauen, instand zu halten und zu digitalisieren sowie ihre Sicherheit und Resilienz zu gewährleisten.
Mainzer Taubertsberg Bad + Spa
Die Mainzer Stadtbad GmbH betreibt seit 2018 das Mainzer Taubertsberg Bad + Spa oberhalb des Hauptbahnhofes. Seit Juni 2023 werden sowohl das Sport- und Familienbad als auch der Wellnessbereich für knapp 30 Millionen Euro saniert. Die Insolvenz des Generalunternehmers Karrié Bau GmbH im November 2025 verhinderte die geplante Wiedereröffnung der Anlage im Dezember 2025. Seit März 2026 sorgt die Mainzer Stadtwerke-Unternehmensgruppe für die Fertigstellung der Anlage in Eigenregie. Die Projektsteuerung hat die ÜWG Engineering GmbH übernommen. Der aktuelle Zeitplan sieht die Eröffnung des Sport- und Familienbades für Schulen und Vereine nach den Sommerferien vor, die Öffentlichkeit kann das Bad und den neuen großen Spa-Bereich ab Herbst 2026 nutzen.
Das neue Sport- und Familienbad verfügt über ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbecken sowie ein Sprungbecken. Rutschen, ein neu gestalteten Kinderbereich und eine Kletterwand. Das Mainzer Taubertsberg Spa – der Wellnessbereich – verfügt über sechs Saunen, ein Dampfbad, Räume für Kosmetikanwendungen und Massagen, großzügige Ruhebereiche, eine Kaminlounge, eine Poolbar und ein Restaurant.
Meilensteine 2025:
• 97.000 Badegäste besuchten das Freibad – wieder ein Spitzwert.
• Die Zahl der Badegäste lag 2025 bei insgesamt 204.000.
• Am Nichtschwimmerbecken im Freibad wurde eine neue Drei-Slide-Rutsche in Betrieb genommen.
Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH
Die Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH (MSES) beliefert Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden mit Strom, Gas, Kälte und Wärme. Sie bietet Contractinglösungen und moderne Energiedienstleistungen wie E-Mobilität und Mieterstrom an und betreibt Wärmenetze und Erzeugungsanlagen. Rund 25.000 Kundinnen und Kunden wurden 2025 mit ca. 400.000 MWh Strom, Gas, Kälte und Wärme beliefert.
Die Mainzer Wärme Plus GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der MSES und versorgt Gewerbebetriebe, kommunale Liegenschaften und Privatkunden auf dem Lerchenberg und in der Berliner Siedlung in der Mainzer Oberstadt zuverlässig und umweltfreundlich mit Fernwärme. Rund 4.500 Kundinnen und Kunden beziehen Fernwärme über das etwa 35 Kilometer lange Fernwärmenetz. Die Wärme wird in eigenen Heizzentralen durch einen Mix verschiedener Anlagen erzeugt, darunter ein Bioerdgas-Blockheizkraftwerk oder Wärmepumpen.
Erneuerbare Energien
Der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien in Mainz und Rheinhessen ist das Ziel
der Mainzer Erneuerbare Energien GmbH (MEE). Dabei setzt sie auf Solar- und Windenergie sowie Wasserkraft. Die Mainzer Stadtwerke betreibt über die MEE oder andere Beteiligungen rund 280 Erneuerbare-Energien-Anlagen oder ist an diesen Anlagen beteiligt - darunter fallen rund 190 Photovoltaikanlagen, 79 Windkraftanlagen und elf Wasserkraftanlagen. Nimmt man die EE-Anlagen der KMW hinzu, ist die MSW damit insgesamt an etwa 330 Erneuerbare-Energien-Anlagen beteiligt.
Meilensteine 2025
• Die rund 280 Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugten 2025 rund 315.000 MWh Strom. Das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 105.000 Haushalten. Die Beteiligungen der KMW erzeugten darüber hinaus rund 228.000 MWh Strom. Zusammen ergab dies 543.000 MWh Strom – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 180.000 Haushalten.
• Feierliche Eröffnung des Solarparks Lonsheim: Dort nutzt die MEE zum ersten Mal ein Umspannwerk für die Einspeisung von Windkraft und Photovoltaik. Perspektivisch wird am Standort des Umspannwerks in Lonsheim die Errichtung eines Großbatteriespeichers (BESS) geprüft.
Ausblick: Auch 2026 wird die MEE sich mit dem „Repowering“ von Windkraftanlagen beschäftigen, da nach und nach einzelne bestehende Anlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen. Weitere Schwerpunkte sind die konzerninterne Über-nahme des Energieparks in Mainz-Hechtsheim sowie die Projektierung von Groß-
batteriespeicher-Projekten.
Infrastrukturentwicklung
Die Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mainzer
Stadtwerke AG und der CA Immo Deutschland GmbH. Sie ist für die Entwicklung des
Stadtquartiers Zollhafen zuständig. Die Mitarbeitenden kümmern sich um die Grundstücksentwicklung, die Erschließung und die Vermarktung des Areals mit einer Gesamtfläche von 22 Hektar. Auf einer Geschossfläche von 355.000 Quadratmetern entstehen hier Büro- und Gewerbeflächen sowie ca. 1.400 Wohneinheiten. 2026 werden die beiden letzten Baufelder im Zollhafen vermarktet, darunter ein Baufeld für eine Gastronomie am Rheinufer im Norden.
Meilensteine 2025
• Der erste Abschnitt der neuen Grünanlage Nordmole wurde fertiggestellt und an die Öffentlichkeit übergeben.
• Der sogenannte Schallschutzriegel, die abschirmende Gewerbebebauung, wurde im Norden des Quartiers komplett fertiggestellt. Dies ist die Voraussetzung für die Wohnentwicklung im Bereich der Nordmole.
Der Geschäftsbericht 2025 ist hier veröffentlicht.
Im Jahresergebnis der Mainzer Stadtwerke AG von rund 18,3 Millionen Euro nach Zahlung von Steuern und Abgaben sind der Ausgleich des Nahverkehrsverlustes der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) von 33 Millionen Euro, die Zahlung der Konzessionsabgabe an die Stadt Mainz sowie Ausschüttungen an die Stadt Mainz und die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (ZBM) bereits berücksichtigt. „Wir haben damit das gute Ergebnis aus dem Vorjahr noch einmal übertreffen können“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Daniel Gahr die Geschäftszahlen. Die Eigenkapitalquote der Stadtwerke beläuft sich auf 41,9 Prozent - in der Versorgungs- und Energiebranche ein sehr guter Wert. „Eine solide Finanzausstattung ist für die Mainzer Stadtwerke aber auch notwendig, um die immensen Zukunftsaufgaben angehen zu können“, erklärte Sylvia Köbler-Gross. „Um die zuverlässige Versorgung mit Energie, Trinkwasser, Wärme, Mobilität, technischer Infrastruktur und technischen Dienstleistungen weiterhin zuverlässig zu gewährleisten, werden wir gezielt dort investieren, wo wir dauerhaft Nutzen stiften: in die Stabilität der Versorgungsnetze und -anlagen, in eine bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung sowie in einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr“, verdeutlichte Vorständin Kerstin Stumpf.
Parallel dazu werden fortlaufend intern Strukturen, Prozesse und Projekte kritisch geprüft, um effizienter zu werden und Kosten nachhaltig zu senken. Hierbei hilft mittlerweile auch ein verantwortungsvoller Einsatz künstlicher Intelligenz. Daniel Gahr: „Gerade in unruhigen Zeiten bleibt unser Anspruch unverändert: Wir wollen ein vertrauenswürdiger Partner für Bürgerinnen und Bürger, für die Stadtverwaltung und für unsere Mitarbeitenden sein. Transparenz, Zuverlässigkeit und soziale Verantwortung sind dafür unverzichtbar.“
Nachfolgend die Entwicklungen in ausgewählten Geschäftsfeldern der Mainzer Stadtwerke im Jahr 2025.
Mobilität
Die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) steht mit 979 Beschäftigten für eine kundenorientierte, bezahlbare und umweltfreundliche Mobilität in Mainz. 2025 beförderte die MVG rund 56 Millionen Fahrgäste. 2024 waren es 56,8 Millionen. Der leichte Rückgang ist zurückzuführen auf außergewöhnlich umfangreiche Bauarbeiten und den damit einhergehenden Schienenersatzverkehr. Es wird erwartet, dass die Fahrgastzahlen nach Abschluss der Bauarbeiten überproportional steigen – deutlich über das Niveau von 2024 hinaus.
Die MVG betreibt aktuell 41 Straßenbahnen und mehr als 150 Busse. Von diesen Bussen haben 24 einen Elektroantrieb, sechs fahren mit Wasserstoff. Darüber hinaus betreibt die MVG das Fahrradvermietsystem meinRad mit mehr als 180 Stationen in Mainz, Amöneburg, Kastel, Kostheim, Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim und Budenheim. Zu den 1.600 Rädern im Bestand gehören ab Sommer 2026 rund 330 Pedelecs und mehr als 25 E-Lastenräder. Das Fahrradsystem verzeichnete 2025 rund 325.000 Fahrten – ein Plus von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Meilensteine 2025
• Bestellung 22 neuer Straßenbahnen des Herstellers Skoda mit Lieferung in den Jahren 2028 bis 2030.
• Bestellung 42 neuer Dieselbusse des Herstellers Daimler mit Lieferung in den Jahren 2027 und 2028.
Ausblick: Die dauerhafte Finanzierung des ÖPNV bleibt die größte Herausforderung. Dazu braucht es eine langfristige Lösung auf kommunaler Ebene, mit Unterstützung von Land und Bund. Der Bau der Straßenbahntrasse durch die Binger Straße soll im August 2026 abgeschlossen werden, die Planungen für den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes werden weiter vorangetrieben. Ab Ende 2026 erfolgt die Lieferung 23 neuer Batteriebusse als Ersatz für bisherige Fahrzeuge.
Netze
Die Mainzer Netze GmbH betreibt die Strom-, Gas- und Trinkwassernetze in Mainz sowie im westlichen Rhein-Main-Gebiet und drei Wasserwerke in Hof Schönau, Eich und auf der Petersaue. Zu den Aufgaben der 597 Beschäftigten zählen: Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Versorgungsleitungen und -anlagen für Strom, Gas und Trinkwasser, der Straßenbeleuchtungs-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur sowie der Infrastruktur des Industriehafens und der Hafenbahn Mainz. Das Stromnetzgebiet erstreckt sich von Ingelheim über Mainz bis nach Biebesheim am Rhein im Landkreis Groß-Gerau. Rund 550.000 Bürgerinnen und Bürger werden in diesem Gebiet mit Elektrizität versorgt. Etwa 272.000 Menschen beziehen Trinkwasser aus den Wasserwerken. Das Gasnetz erstreckt sich über acht Kommunen – von Wackernheim über Mainz bis Nauheim – mit etwa 39.800 Anschlüssen. Die Mainzer Netze GmbH betreibt rund 26.500 Lichtpunkte in der Landeshauptstadt Mainz und Amöneburg, Kastel und Kostheim (AKK).
Meilensteine 2025:
• Im Kontext des Stromnetzausbaus ging der Auftrag für den Anschluss eines weiteren Rechenzentrums mit einer Leistung von 40 MW ein.
• Die Spitzenleistung der Wassergewinnung und -aufbereitung im Wasserwerk Eich wurde durch weitere Investitionen auf 1.400 Kubikmeter in der Stunde gesteigert.
• Die Mainzer Netze GmbH erhielt einen Förderbescheid des Landes zur Umsetzung eines Wasserstoffleitungsprojektes.
• Im Zuge der Automatisierung wurde eine neue Online-Planauskunft eingeführt.
Ausblick: Die regulatorischen und gesetzlichen Änderungen und die damit verbundenen Anforderungen für Netzbetreiber nehmen zu. Gleichzeitig sind Investitionen in Millionenhöhe erforderlich, um die Infrastruktur für Energie- und Wasserversorgung weiter auszubauen, instand zu halten und zu digitalisieren sowie ihre Sicherheit und Resilienz zu gewährleisten.
Mainzer Taubertsberg Bad + Spa
Die Mainzer Stadtbad GmbH betreibt seit 2018 das Mainzer Taubertsberg Bad + Spa oberhalb des Hauptbahnhofes. Seit Juni 2023 werden sowohl das Sport- und Familienbad als auch der Wellnessbereich für knapp 30 Millionen Euro saniert. Die Insolvenz des Generalunternehmers Karrié Bau GmbH im November 2025 verhinderte die geplante Wiedereröffnung der Anlage im Dezember 2025. Seit März 2026 sorgt die Mainzer Stadtwerke-Unternehmensgruppe für die Fertigstellung der Anlage in Eigenregie. Die Projektsteuerung hat die ÜWG Engineering GmbH übernommen. Der aktuelle Zeitplan sieht die Eröffnung des Sport- und Familienbades für Schulen und Vereine nach den Sommerferien vor, die Öffentlichkeit kann das Bad und den neuen großen Spa-Bereich ab Herbst 2026 nutzen.
Das neue Sport- und Familienbad verfügt über ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbecken sowie ein Sprungbecken. Rutschen, ein neu gestalteten Kinderbereich und eine Kletterwand. Das Mainzer Taubertsberg Spa – der Wellnessbereich – verfügt über sechs Saunen, ein Dampfbad, Räume für Kosmetikanwendungen und Massagen, großzügige Ruhebereiche, eine Kaminlounge, eine Poolbar und ein Restaurant.
Meilensteine 2025:
• 97.000 Badegäste besuchten das Freibad – wieder ein Spitzwert.
• Die Zahl der Badegäste lag 2025 bei insgesamt 204.000.
• Am Nichtschwimmerbecken im Freibad wurde eine neue Drei-Slide-Rutsche in Betrieb genommen.
Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH
Die Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH (MSES) beliefert Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden mit Strom, Gas, Kälte und Wärme. Sie bietet Contractinglösungen und moderne Energiedienstleistungen wie E-Mobilität und Mieterstrom an und betreibt Wärmenetze und Erzeugungsanlagen. Rund 25.000 Kundinnen und Kunden wurden 2025 mit ca. 400.000 MWh Strom, Gas, Kälte und Wärme beliefert.
Die Mainzer Wärme Plus GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der MSES und versorgt Gewerbebetriebe, kommunale Liegenschaften und Privatkunden auf dem Lerchenberg und in der Berliner Siedlung in der Mainzer Oberstadt zuverlässig und umweltfreundlich mit Fernwärme. Rund 4.500 Kundinnen und Kunden beziehen Fernwärme über das etwa 35 Kilometer lange Fernwärmenetz. Die Wärme wird in eigenen Heizzentralen durch einen Mix verschiedener Anlagen erzeugt, darunter ein Bioerdgas-Blockheizkraftwerk oder Wärmepumpen.
Erneuerbare Energien
Der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien in Mainz und Rheinhessen ist das Ziel
der Mainzer Erneuerbare Energien GmbH (MEE). Dabei setzt sie auf Solar- und Windenergie sowie Wasserkraft. Die Mainzer Stadtwerke betreibt über die MEE oder andere Beteiligungen rund 280 Erneuerbare-Energien-Anlagen oder ist an diesen Anlagen beteiligt - darunter fallen rund 190 Photovoltaikanlagen, 79 Windkraftanlagen und elf Wasserkraftanlagen. Nimmt man die EE-Anlagen der KMW hinzu, ist die MSW damit insgesamt an etwa 330 Erneuerbare-Energien-Anlagen beteiligt.
Meilensteine 2025
• Die rund 280 Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugten 2025 rund 315.000 MWh Strom. Das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 105.000 Haushalten. Die Beteiligungen der KMW erzeugten darüber hinaus rund 228.000 MWh Strom. Zusammen ergab dies 543.000 MWh Strom – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 180.000 Haushalten.
• Feierliche Eröffnung des Solarparks Lonsheim: Dort nutzt die MEE zum ersten Mal ein Umspannwerk für die Einspeisung von Windkraft und Photovoltaik. Perspektivisch wird am Standort des Umspannwerks in Lonsheim die Errichtung eines Großbatteriespeichers (BESS) geprüft.
Ausblick: Auch 2026 wird die MEE sich mit dem „Repowering“ von Windkraftanlagen beschäftigen, da nach und nach einzelne bestehende Anlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen. Weitere Schwerpunkte sind die konzerninterne Über-nahme des Energieparks in Mainz-Hechtsheim sowie die Projektierung von Groß-
batteriespeicher-Projekten.
Infrastrukturentwicklung
Die Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mainzer
Stadtwerke AG und der CA Immo Deutschland GmbH. Sie ist für die Entwicklung des
Stadtquartiers Zollhafen zuständig. Die Mitarbeitenden kümmern sich um die Grundstücksentwicklung, die Erschließung und die Vermarktung des Areals mit einer Gesamtfläche von 22 Hektar. Auf einer Geschossfläche von 355.000 Quadratmetern entstehen hier Büro- und Gewerbeflächen sowie ca. 1.400 Wohneinheiten. 2026 werden die beiden letzten Baufelder im Zollhafen vermarktet, darunter ein Baufeld für eine Gastronomie am Rheinufer im Norden.
Meilensteine 2025
• Der erste Abschnitt der neuen Grünanlage Nordmole wurde fertiggestellt und an die Öffentlichkeit übergeben.
• Der sogenannte Schallschutzriegel, die abschirmende Gewerbebebauung, wurde im Norden des Quartiers komplett fertiggestellt. Dies ist die Voraussetzung für die Wohnentwicklung im Bereich der Nordmole.
Der Geschäftsbericht 2025 ist hier veröffentlicht.