Wärme­versorgung beschäftigt viele Bürger­innen und Bürger

Wie sieht die künftige Wärmeversorgung in Mainz aus? In welchen Stadtbezirken kann die klimafreundliche Fernwärme ausgebaut werden? Wo sind Wärmepumpen oder andere dezentrale Versorgungsvarianten sinnvoll? Und was bedeutet dies für die Mieterinnen und Mieter und Hauseigentümer? Erste Antworten und Hinweise zu diesen Fragen gab der Wärmemasterplan 2.0, der 2023 von der GEF Ingenieur AG im Auftrag der Mainzer Stadtwerke und unter Mitwirkung der Stadt Mainz erstellt wurde. Der Wärmemasterplan war eine Art Vorarbeit für die Kommunale Wärmeplanung, die von der Stadt erarbeitet und vom Mainzer Stadtrat im Juni 2026 verabschiedet wurde.

Nähere Infos zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie auf der Internetseite der Stadt Mainz.

Auf dieser Seite geben wir Ihnen außerdem weitere Antworten auf Fragen rund um das Thema, das viele Mainzerinnen und Mainzer aktuell bewegt.

Informationen zum Wärmemasterplan

  • Präsentation zum Wärmemasterplan
  • Wärmemasterplan
  • Pressemitteilung zum Wärmemasterplan
  • Anlage 1: Tabelle Neubaugebiete
  • Anlage 2: Fragenkatalog
  • Anlage 3: Technologiesteckbriefe
  • Anlage 4: Gebietssteckbriefe
  • Präsentation Steckbriefe

Allgemeine Fragen zur Wärmewende

  • Wie heizen die Mainzerinnen und Mainzer aktuell?
    Bei der Erzeugung von Raumwärme kommen nach wie vor zu einem weit überwiegenden Anteil Erdgas sowie Heizöl zum Einsatz. Der Anteil erneuerbarer Energien beträgt in der Erzeugung von Raumwärme in privaten Haushalten bundesweit aktuell lediglich circa 18 Prozent. In Mainz sind etwa 3000 der mehr als 40 000 Gebäude an die Fernwärme angeschlossen. Da es sich dabei  überwiegend um größere Liegenschaften handelt, ist der Anteil der Fernwärme an der Wärmeversorgung in Mainz aber deutlich größer. Wärmepumpen gibt es im Stadtgebiet aktuell übrigens mehr als 700.   
  • Ist beabsichtigt, das Gasnetz zu einem definierten Zeitpunkt außer Betrieb zu nehmen?
    Aktuell gibt es für Mainz noch keine konkreten Überlegungen zur Stilllegung der Gasnetze. Die Mainzer Netze wird bezüglich des Weiterbetriebs ihrer Gasnetze außerhalb von Mainz ohne Abstimmung mit der jeweiligen konzessionsgebenden Gemeinde keine Gasnetze stilllegen. Auch hier werden Grundlage für den Weiterbetrieb die jeweiligen kommunalen Wärmeplanungen der Gemeinden sein, die aktuell erstellt werden.



  • Wie soll die Wärmewende vor Ort konkret umgesetzt werden?
    Die Gemeinden werden vom Bund verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern mussten einen solchen Kommunalen Wärmeplan bis zum 30.06.2026 vorlegen. In Mainz wurde die entsprechende Planung dem Stadtrat im Juni 2026 vorgestellt. Der Wärmeplan ist spätestens alle 5 Jahre zu überprüfen und ggf. anzupassen. 
  • Gibt es schon einen Plan, wie die Fernwärme klimaneutral werden kann, bisher ist sie es ja nur zum Teil?
    Ja, es gibt bereits einen Transformationsplan für die Fernwärme. Dieser Plan konzentriert sich auf die Frage, wie die Fernwärme heute und künftig möglichst klimaschonend produziert werden soll. Aktuell sind etwa 30 Prozent der Mainzer Fernwärme klimaneutral hergestellt. Bis 2045 sollen oder müssen es 100 Prozent sein. Eine Option, um dieses Ziel zu erreichen, ist das neue Rechenzentrum, dass auf dem KMW-Gelände auf der Ingelheimer Aue aktuell entsteht. Hier wird künftig mit einem großen technischen Aufwand die Abwärme, die dieses Rechenzentrum erzeugt, für die Fernwärme genutzt werden können. Es gibt darüber hinaus weitere Ideen zum Bau von zusätzlichen Wärmepumpen-Großanlagen – etwa zur Nutzung des Abwassers der städtischen Kläranlage, der Müllverbrennung oder des Rheins. Möglicherweise spielen zu einem späteren Zeitpunkt auch regenerative Gase bei der Fernwärmeproduktion eine Rolle.
  • Wo kann ich mich zusätzlich über das Thema Wärmewende, Energieeinsparungen und Gebäudesanierung informieren?
    Ausführliche Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung gibt es auf der entsprechenden Internetseite der Stadt Mainz.  
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    Es existiert außerdem ein städtisches Beratungsprogramm zum Thema Gebäudeenergie, das von der Mainzer Stadtverwaltung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz angeboten und durch Fördermittel der Mainzer Stiftung für Energieeffizienz und Klimaschutz ergänzt wird. Das Programm wird aktuell gehalten und berücksichtigt auch die jüngsten gesetzlichen Entwicklungen.

    Eine individuelle Beratung bietet der städtische Umweltladen in der Steingasse 3-9 in Mainz an. Information gibt es auch im Internet unter der Adresse https://www.mainz.de/microsite/klimaneutral/klimaaktiv/mitmachen/energieberatung.php