Kategorien: Stadtwerke AG
14.01.2021

Ortsvorsteher freuen sich auf MainzRIDER Erweiterung auf den Lerchenberg, nach Marienborn, Bretzenheim und bis zur Uniklinik

Der MainzRIDER hat seinen Wirkungskreis Anfang des Jahres ausgedehnt: Zusätzlich zu Fahrten in den Stadtteilen Gonsenheim, Drais, Finthen, Mombach und Hartenberg-Münchfeld geht es jetzt auch nach Bretzenheim, Marienborn, Lerchenberg und zur Universitätsklinik in die Oberstadt.

. Die entsprechenden Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher freuten sich bei einem Fototermin über das zusätzliche ÖPNV-Angebot. Jochen Erlhof, Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft, war mit Projektleiterin Tina Smolders zum Lerchenberg hinaufgefahren, um das erweiterte Angebot des "On-Demand"-Services den Medien bei einem Pressetermin vorzustellen. Ein Angebot, das auf jeden Fall bis Ende des Jahres läuft.

Lerchenbergs Ortsvorsteherin Sissi Westrich: "Wir freuen uns über die Möglichkeit, den MainzRIDER jetzt auch hier nutzen zu können. Der Ortsbeirat hatte den Antrag für ein weiteres ÖPNV-Angebot gestellt. Insofern passt das wunderbar. Und ich bin gespannt, wie der MainzRIDER auch in Zeiten des Lockdowns von gewissen Berufsgruppen, die spät abends oder frühmorgens zur Arbeit müssen oder von der Arbeit kommen, genutzt wird."

Marienborns Ortsvorsteher Dr. Claudius Moseler: "Der MainzRIDER stellt für uns einen Quantensprung dar. Wir haben Bereiche, die von Bus und Mainzelbahn nicht nah genug erfasst werden. Viele ältere Menschen leben dort. Die werden das Angebot bestimmt nutzen."

Oberstadt-Ortsvorsteher Daniel Köbler: "Bei uns ist die Nachfrage nach Elektromobilität enorm angestiegen. Und da rund um die Uni-Klinik ein extremer Mangel an Parkplätzen herrscht, kann ich mir eine Nutzung des MainzRIDERS sehr gut vorstellen.“

Seit Montag, 4. Januar 2021, fahren die zehn auffällig gekennzeichneten Elektrofahrzeuge Fahrgäste auch in Bretzenheim Marienborn, Lerchenberg und bis zur Uniklinik oder holen sie dort ab. Mit dem Start des „On demand“-Angebotes Anfang September 2020 war das Bediengebiet der MainzRIDER auf die Stadtteile Mombach, Finthen, Hartenberg-Münchfeld, Drais und Finthen begrenzt. „Wir nutzen für die Ausweitung die freien Kapazitäten durch die niedrigeren Nutzerzahlen auf Grund der Corona-Pandemie und können gleichzeitig den Fahrgästen ein zusätzliches Angebot machen,“ so MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof. Aktuell fahren die Mainz-RIDER schon auf Grund von Corona von 18 Uhr statt bis vier Uhr bis sechs Uhr morgens und erreichen so auch frühe Berufstätige. Ab 18. Januar will die Mainzer Mobilität in Finthen die Elektrofahrzeuge testweise zusätzlich tagsüber für Fahrten innerhalb von Finthen, zwischen 9 und 15 Uhr anbieten. Dabei soll es vor allem um eine attraktive Anbindung von der Römerquelle in den Ortskern gehen.

 

Das Angebot der Mainzer Mobilität in Partnerschaft mit dem Mobilitätstechnologieanbieter ViaVan besteht aus zehn Elektrofahrzeugen, deren Fahrerinnen und Fahrer auf Bestellung Fahrgäste in Teilen von Mainz zwischen mehr als 1000 virtuellen Haltestellen und bestehenden ÖPNV-Haltestellen befördern. Für dieses Projekt erhält die Mainzer Mobilität Fördergelder des Bundesverkehrsministeriums aus dem Fördervorhaben „Digitalisierung kommunaler Verkehre“.

 

Kernstück des neuen Systems sind zehn Elektrofahrzeuge mit bis zu sechs Sitzplätzen, acht Nissan e-NV 200 sowie zwei behindertengerechte LEVC-Fahrzeuge. Aufgrund der geltenden Corona-bestimmungen befördert jeder der MainzRIDER aktuell allerdings maximal drei Personen gleichzeitig. Das Angebot funktioniert ausschließlich mit einer kostenlosen App. Fahrgäste können über diese App (erhältlich im Google Play Store und im App-Store) nach vorheriger Anmeldung Fahrten für Strecken zwischen den genannten Stadtteilen buchen.

 

Die MainzRIDER kommen dabei aber nicht wie ein Taxi an die Haustür, sondern steuern eine der mehr als 1000 virtuellen Haltestellen oder eine der dort bereits bestehenden ÖPNV-Haltestellen an. Die Vielzahl dieser virtuellen Haltestellen garantiert, dass die Kundinnen und Kunden in den meisten Fällen sehr kurze Fußwege haben. Fahrgäste müssen vor Fahrtantritt per App eine Fahrt gebucht haben, ein Elektroauto kommt dann innerhalb von 15 bis 20 Minuten zu einem der Haltepunkte des Systems und nimmt den angemeldeten Fahrgast mit. Haben mehrere Kundinnen und Kunden gleiche oder ähnliche Start- oder Zielpunkte, werden diese Fahrten vom Hintergrundsystem „gepoolt“ – sprich gebündelt. Es ist also möglich, dass sich bereits Fahrgäste in einem MainzRIDER befinden, die ein ähnliches Ziel haben oder deren Ziel irgendwo in der Nähe der gewählten Route liegen. Ebenso kann es sein, dass andere Fahrgäste unterwegs zusteigen.