Kategorien: Stadtwerke AG
02.12.2010

Holzhackschnitzel - Schnitzel mit besonderer Energie

Die Stadtwerke Mainz AG wird eine Biomasseanlage mit angeschlossenem Nahwärmenetz in der Geschwister-Scholl-Straße errichten und damit künftig das Grünamt, das Umweltamt, die Stadtgärtnerei, die Nachbarn Akademie der Wissenschaften und der Literatur und REWE Supermarkt sowie das geplante Neubaugebiet neben der Stadtgärtnerei mit Wärme versorgen. Der Betrieb der Anlage soll mit regenerativen Energieträgern in Form von Holzhackschnitzeln erfolgen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Investitionen für die Anlage mit knapp 800.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II.

Am Mittwoch, den 01.12.2010, fand der erste Spatenstich mit Margit Conrad, Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Wolfgang Reichel, Dezernent für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr der Landeshauptstadt Stadt Mainz, Dr.-Ing. Werner Sticksel, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Mainz AG und Christoph Zeis, Geschäftsführer der EnergieDienstleistungsGesellschaft (EDG) Rheinhessen-Nahe statt.
"Wir können heute mit dem ersten Spatenstich den Baustart eines Projektes feiern, das in Mainz den Weg in Richtung einer Zukunft ohne fossile Brennstoffe weist", sagte Umweltdezernent Reichel heute anlässlich des ersten Spatenstichs. Dass das Vorzeigeprojekt Biomasseanlage in Mainz nun zusammen mit den Partnern Stadtwerke Mainz AG und Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe umgesetzt werden und künftig rund 400 Tonnen CO? jährlich eingespart werden können, sei auch dem kräftigen Zuschuss in Höhe von 800.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm II zu verdanken. "Dieses Geld ist gut angelegt", dankte Dezernent Reichel Bund und Land für die finanzielle Unterstützung.
Der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Sticksel sieht in der neuen Biomasseanlage einen weiteren wichtigen Schritt der SWM-Gruppe auf dem Weg zur ?Energiewende für Mainz?. Dr. Sticksel: ?Dazu zählt nicht nur der von uns forcierte Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien, sondern auch der verstärkte Einsatz von regenerativen Brennstoffen im Wärmebereich.?
Der Betrieb der Anlage soll mit regenerativen Energieträgern (Anteil von ca. 85 Prozent Holz in Form von Holzhackschnitzeln) erfolgen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird zur Deckung des Spitzenlastanteils Heizöl (ca. 15 Prozent) eingesetzt. Die Anlage wird im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten bestehen:
? Heizzentrale (Gebäude) mit Hackschnitzellager
? Hackschnitzelkessel für die Wärmegrundlast (660 kW)
? ölkessel für die Wärmespitzenlast (1.400 kW)
? Voraussichtlich ca. 670 m Nahwärmenetz mit übergabestationen

Gesamtkosten: voraussichtlich 1,7 Mio. Euro
Zuschuss aus Konjunkturprogramm: 800.000 Euro