Kategorien: Stadtwerke AG
29.10.2010

2. ?Mainzelbahn?-Workshop in Lerchenberg

Der Workshop in Lerchenberg machte erneut die Komplexität der Aufgabe und die unterschiedlichen, teilweise widersprüchlichen Interessenlagen der Bürger deutlich.

Bestätigt wurde die im ersten Workshop artikulierte klare Ablehnung der Trassenführung zwischen Einkaufszentrum und Bürgerhaus durch Forstwald und den Grünstreifen zwischen Hebbel- und Hermann-Hesse-Straße, wie sie von der MVG zunächst vorgeschlagen worden war. Die damit verbundenen Verluste an Grün, sowie die Zerschneidung von Wegebeziehungen und die Nähe der Trassenführung hinter dem Kindergarten werden mit großer Mehrheit als nicht akzeptabel beurteilt.
Auch die seitens der Planer erarbeiteten Lösungsansätze zu alternativen Trassenführungen, wie sie im ersten Workshop als Untersuchungsauftrag formuliert worden waren, können diese Bedenken nicht zerstreuen.

Vor diesem Hintergrund wurde festgelegt, dass nunmehr folgende Alternativen vertieft untersucht werden sollen:
1. Endhaltestelle im Bereich Schule / EKZ. Hier gilt es, die Lage und Dimension der Wendeschleife so festzulegen, dass eine Minimierung der Eingriffe in Grünsubstanz und sichere Wege für die Schüler erhalten werden können.
2. Fortführung der Straßenbahn zum Bürgerhaus über die Hebbelstraße. Dabei ist der Schwerpunkt der Untersuchungen auf Lösungsansätze zu setzen, die die verschiedenen verkehrlichen Funktionen mit möglichst wenig Verlust an ortsbildprägender Grünsubstanz sichern. Zu klären ist für die einzelnen Alternativen die Frage der Förderfähigkeit bzw. der finanziellen Auswirkungen auf die MVG.

Generell sollen im weiteren Planungsprozess quantifizierte Aussagen zur Grün- und PKW-Stellplatzbilanz zur Verfügung gestellt werden, um eine vergleichende Bewertung von Alternativen auf objektive Daten abstützen zu können.

Bei den im ersten Workshop als Untersuchungsauftrag vorgeschlagenen Trassenführungen im Bereich des ZDF zeichnet sich nach Gesprächen mit den Beteiligten eine Lösung ab, die eine Führung der Straßenbahn neben dem Spargelacker vorsieht und damit auch die langfristige Nutzbarkeit des Spargelackers als Spiel- und Freizeitbereich sichert.

Für den Bereich des EKZ wird seitens der Planer eine Trassenlage vorgeschlagen, die Spielräume für eine eventuelle Erweiterung des EKZ und eine Umfeldaufwertung eröffnet. Diese Gestaltungsmöglichkeiten sollen im Rahmen des Projekts ?Soziale Stadt? nunmehr ausgefüllt werden. Aus dem Workshop ergibt sich für die weitere Trassenplanung der Auftrag, auch hier Möglichkeiten zum Erhalt vorhandener Grünsubstanz zu nutzen und Wege zum Ausgleich der PKW-Stellplatzbilanz aufzuzeigen.



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