Stadtwerke AG Breitband
19.05.2020

Highspeed-Internet für 50 Mainzer Schulen

Stadtwerke-Tochter Mainzer Breitband GmbH will bis Herbst 2021 den Glasfaserausbau vorantreiben

MAINZ. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Mainz und die Breitbandanbindung der Mainzer Schulen kann schneller umgesetzt werden, als ursprünglich geplant. Die Mainzer Breitband GmbH hat jetzt die entsprechende öffentliche Ausschreibung der Kommunalen Datenzentrale Mainz (KDZ) gewonnen und wird bis Herbst kommenden Jahres knapp 50 staatliche Mainzer Schulen an das hochleistungsfähige Glasfasernetz anschließen. Das umfangreiche Infrastrukturprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Mainzer Netze GmbH realisiert. Diese ist – wie die Mainzer Breitband GmbH – eine Tochter der Mainzer Stadtwerke AG. Für die einzelnen Schulen wurden garantierte Bandbreiten zwischen 100 und 500 Mbit/s beauftragt.

„Eine hochleistungsfähige Internetanbindung der Schulen ist sowohl für das Lernen in der Schule als auch das Lernen von zu Hause wichtig“, erläutern der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Daniel Gahr und Breitband-Geschäftsführer Eivind Dugstad. „Die  Mainzer Stadtwerke haben durch Ihre Nähe zu der Mainzer Bevölkerung ein hohes Interesse, zukunftsorientiertes Lernen zu ermöglichen.“ Zum einen soll durch den Ausbau des Glasfasernetzes die digitale Mediennutzung über eine hohe Datenübertragungsrate in den Schulen ermöglicht werden. Zum anderen wird durch den Glasfaseranschluss sichergestellt, dass Schülerinnen und Schüler von Zuhause auf schulinterne Plattformen zugreifen können.

Den Breitband-Ausbau der Mainzer Schulen hatte die Mainzer Breitband GmbH bereits im vergangenen Jahr gestartet. 2019 wurden zunächst acht staatliche und drei private Schulen angeschlossen. 2020 sollten ursprünglich elf weitere Schulen folgen und mittelfristig dann alle anderen staatlichen Schulen. Das ehrgeizige Ziel lautet nun, möglichst alle Schulen in der Landeshauptstadt bis Herbst 2021 ans Glasfasernetz anzuschließen – das wären dann über 50 Mainzer Schulen. Darüber hinaus besteht mittelfristig das Ziel, weitere Gebäude mit Glasfaser auszustatten, beispielsweise Gewerbegebiete, Bürgerhäuser oder Museen.

Die Mainzer Breitband GmbH verlegt pro Jahr rund 40 Kilometer Glasfaserleitungen in  Mainz und nutzt dabei auch vorhandene Lehrrohre, die die Mainzer Netze GmbH bei der Sanierung und dem Ausbau der Strom-, Gas- und Trinkwassernetze mitverlegt. Das spart Zeit und Geld und verhindert, dass Straßen doppelt aufgerissen werden müssen. Doch nicht nur die Schulen können von dem Ausbau des Netzes profitieren. Ist ein Glasfaserkabel erst mal in den Haupttrassen verlegt, kann man in der Regel die umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete relativ schnell versorgen. Daher ist der Ausbau des Glasfasernetzes auch für Gewerbe, Wirtschaftsbetriebe oder andere öffentliche Einrichtungen interessant.

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Der Umgang mit IT-Technologien ist heute eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen und wird auch zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche bereits in der Schule den verantwortungsvollen, souveränen und sinnvollen Umgang mit Computer, Tablet und Smartphone erlernen. Ich bin froh, dass die Mainzer Stadtwerke AG, genauer die Tochtergesellschaft Mainzer Breitband GmbH, gemeinsam mit der KDZ die Mainzer Schulen mit moderner Glasfasertechnik an das Breitbandnetz anschließt und so die Grundlage schafft, dass es mehr technische Möglichkeiten für die Unterrichtsgestaltung gibt.“

Die Kommunale Datenzentrale stellt den IT-Betrieb für die Landeshauptstadt Mainz sicher und bietet darüber hinaus Hosting Dienstleistungen für verschiedene landesweite Verwaltungsverfahren in ihrem ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum an.

Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernentin Manuela Matz: „Ich freue mich sehr, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Mainz und die Breitbandanbindung der Mainzer Schulen schneller umgesetzt werden kann als ursprünglich geplant und damit weiter voranschreitet. Das ist ein tolles Signal und ein wichtiges Zeichen sowohl für die Schulen als auch für den Wirtschaftsstandort Mainz und die Unternehmen. Wie wichtig schnelles Internet in der heutigen Zeit ist, erfahren wir aktuell gerade aufgrund der Corona-Krise. Die Nachfrage nach digitalen Angeboten ist riesengroß und die Bedeutung des Internets hat noch einmal zugenommen. Um aber digital unterwegs zu sein, ist ein hochleistungsfähiges Breitbandnetz zwingend erforderlich. Zwar gibt es an einigen Stellen immer noch Nachholbedarf, insgesamt ist die Stadt Mainz bei diesem Thema aber auf einem sehr guten Weg. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Mainzer Breitband GmbH und der Mainzer Netze GmbH ist hervorragend. Es ist unser gemeinsames Ziel, das Glasfasernetz in unserer Stadt weiter so schnell wie möglich auszubauen. Daran arbeiten wir gemeinsam.“

Schuldezernent Dr. Eckart Lensch:  „Das ist eine gute Botschaft für unsere Mainzer Schulen. Die Medienkonzepte liegen in der Schublade und warten auf ihre Umsetzung. Mit dem Breitbandausbau wird das digitale Unterrichten und Lernen an unseren Schulen weiter verbessert.“